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Buch Auhof
07.07.2010
Die schönste Sache der Welt - Hep C

Sex macht Spaß! Leider kann man sich dabei auch mit Krankheiten anstecken. Wir wollen Euch monatlich über sexuell übertragbare Krankheiten informieren und die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen.
Diesmal erfahrt Ihr alles Wissenswerte über Hepatitis C.
Wer gefährdet ist, welche Symptome Hepatitis hat, wie man sich dagegen impfen lassen kann... - die Antwort ist nur einen Klick entfernt


Hepatitis C 

Das Hepatitis C – Virus (HCV) wurde 1989 erstmals isoliert und identifiziert. Ca. 3 % der Weltbevölkerung sind chronisch mit dem HCV infiziert. In Österreich gehen Experten von einer Zahl von 90.000 Infizierten aus.

Gegen eine Hepatitis C – Infektion gibt es keine Immunität. Eine einmal durchgemachte Hepatitis C oder eine erfolgreiche Therapie schützen nicht vor einer erneuten Ansteckung.

Übertragung:
Eine Übertragung erfolgt zumeist über Blut-Blut-Kontakte. Bereits geringe Mengen Blut können zu einer Ansteckung mit dem HCV führen.

Eine Ansteckung kann erfolgen:
* beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzbesteck und Zubehör
* beim unsauberen Piercen oder Tätowieren
* bei der gemeinsamen Benutzung von Toilettenartikeln, die mit infektiösem Blut in Kontakt gekommen sind, wie bspw. Zahnbürsten oder Rasierklingen.
* beim ungeschützten Sex, wenn Blut im Spiel ist. Das Ansteckungsrisiko erhöht sich bspw. beim Fisten mit anschließendem ungeschützten Analverkehr oder bei blutigen Entzündungen im Enddarm.
* bei Stichverletzungen von Krankenhauspersonal
* bei gleichzeitig vorhandener sexuell übertragbarer Erkrankung erhöht sich das Ansteckungsrisiko

Schutzmöglichkeiten:

Eine Impfung gegen Hepatitis C ist bisher noch nicht möglich.

Schützen kann man sich:
~ durch das Vermeiden von Blutkontakten
~ durch die Verwendung von Kondomen beim Sex
~ durch steriles Spritzbesteck und eigene Spritzutensilien (Löffel, Tupfer, ...) beim intravenösen Drogengebrauch

Symptome:

In ¾ aller Fälle treten keine Symptome auf, d.h. die Infektion wird oft gar nicht erkannt. Treten Symptome auf, so können 2 bis 26 Wochen nach einer Ansteckung folgende Anzeichen auftreten:

-> Appetitlosigkeit, Übelkeit, Brechreiz
-> Druck- und Völlegefühl
-> Kopfschmerzen
-> Abneigung gegen Fett und Alkohol
-> leichtes Fieber
-> Muskel- und Gelenkschmerzen
-> Gelbsucht (Gelbfärbung der Augen und der Haut)

Krankheitsverlauf:

50 bis 85 % der Infektionen gehen in chronische Formen über. Bei ca. 20 % dieser Fälle besteht die Gefahr, dass sich Jahre bis Jahrzehnte nach der Ansteckung eine Leberzirrhose und in weiterer Folge Leberkrebs entwickelt.
Bei zusätzlicher HIV- u./o. Hepatitis B – Infektion sowie bei häufigem Alkoholkonsum kann  sich der Verlauf der Lebererkrankung beschleunigen und eine Leberzirrhose früher auftreten. 

Diagnose:

Der Nachweis erfolgt über einen Antikörper-Test, der, falls dieser positiv ausfällt, durch einen direkten Virusnachweis (PCR-Test) bestätigt werden muss. Die Antikörper sind meist drei Monate nach einer erfolgten Ansteckung im Blut nachweisbar.

Die AIDSHILFE OBERÖSTERREICH bietet den Hepatitis C – Antikörpertest sowie den anschließenden PCR-Test kostenlos und anonym an.

Behandlung:

Bei einer akuten HCV-Infektion, d.h. die Ansteckung liegt nicht länger als 3 – 4 Monate zurück, kann durch eine halbjährige Interferon-Monotherapie in den meisten Fällen eine Chronifizierung verhindert werden.

Im Falle einer chronischen Hepatitis C wird extra aufbereitetes Interferon zusammen mit einem weiteren Medikament für die Dauer von 6 bis 18 Monaten eingesetzt. Abhängig von Genotyp, Viruslast und Infektionsdauer liegt die Erfolgsrate der Therapie bei 50 bis 80 %.

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Kostenlose & anonyme HIV, Hepatitis B & C sowie Syphilis-Testung:

Mo. 14-18, Mi. 16-20, Fr. 10-14

in der AIDSHILFE OBERÖSTERREICH
Blütenstraße 15/2 (LENTIA City), 4040 Linz
Tel.: 070 2170

Beratungshotline für Männer: jeden Donnerstag von 16 – 17.30 Uhr unter 070 2170-25
E-Mail: office@aidshilfe-ooe.at oder erik.pfefferkorn@aidshilfe-ooe.at
Web: www.aidshilfe-ooe.at

"Die schönste Sache der Welt" ist eine Kooperation von RICHTIG & Aidshilfe OÖ.
Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Erik Pfefferkorn

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